Samstag, 21. Juli 2007

Es gibt Doha!

... das weiß ich nun seitdem ich mein Flugticket in der Hand halte. Bisher hab ich noch nie von Doha, die Hauptstadt von Katar ist, gehört. Da ich aber in diesem kleinen Wüstenstaat zwischenlanden werde, hat sich nun wieder einmal mein geographisches Wissen erweitert. Immerhin ist Katar fast so groß wie 1/3 von Baden-Württemberg!

Freitag, 20. Juli 2007

Ein paar Fakten zu Tansania...

Tansania ist ein Land der Superlative. Innerhalb seiner Grenzen liegen der höchste und tiefste Punkt des afrikanischen Kontinents: Mt. Kilimanjaro, 5895m hoch, und der Tanganyika-See, über 1400m tief.

Tansania ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Bruttosozialprodukt lag 2006 bei etwa 300 US$ pro Kopf (im Vergleich Deutschland mit 25.000 US$). Die Auslandsschulden betrugen im Jahr 2004 über 6,6 Mrd. US$. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist nach wie vor der Agrarsektor. Für den Eigenbedarf werden Hirse, Mais und Cassava angebaut; Kaffee, Tee, Bananen, Baumwolle und Tabak werden vorrangig für den Export produziert.

Besonders im Vergleich zu seinen Nachbarn verfügt Tansania über eine deutliche innenpolitische Sicherheit. Hier verstehen sich die Menschen in erster Linie als Tansanier und zweitrangig zugehörig zu einer Volksgruppe. Dies ist u.a. auch in der sozialistischen Vergangenheit Tansanias nach der Unabhängigkeit begründet. Die Bevölkerung gliedert sich in ungefähr 130 Völker, die sich durch verschiedene Kulturformen, Glaubensausprägungen, Traditionen und zum Teil auch sehr unterschiedliche Sprachen auszeichnen. Etwa 43% der Tansanier sind Christen, 38% Moslems und ca. 18% sind Anhänger traditioneller Religionen. An der Küste und auf den Inseln herrscht der Islam vor, die Kultur dort ist arabisch geprägt. Das Hinterland ist dagegen christlich dominiert. Während meiner Zeit in Tansania feiern die Moslems Ramadan.

Fußball ist wie auch sonst in Afrika Volkssport Nummer eins. Internationale Erfolge lassen sich zwar nicht verzeichnen, dafür kann man in Europa ganz sicher nicht so gut mit ein paar zusammengebundenen Plastiktüten im Sand Fußball spielen.


Sonntag, 15. Juli 2007

Endlich wieder Afrika!

Noch ein paar Tage und dann ist es wieder soweit: Ich kehre zurück nach Afrika. Ich glaube jetzt ist es wirklich offiziell: das Afrika-Fieber hat mich gepackt und eine Heilung ist nicht in Sicht. Zum Glück. Irgendetwas scheint mich so fasziniert zu haben, dass ich gar nicht anders kann als wieder zurückzukehren. Irgendetwas oder unheimlich viel, auf jeden Fall kann ich nur schwer sagen was genau. „Dieser Kontinent ist zu groß, als dass man ihn beschreiben könnte. Er ist ein regelrechter Ozean, ein eigener Planet, ein vielfältiger, reicher Kosmos. Wir sprechen nur der Einfachheit, der Bequemlichkeit halber von Afrika. In Wirklichkeit gibt es dieses Afrika gar nicht, außer als geographischen Begriff.“ (Ryszard Kapuscinski)

Bei meinen bisherigen Aufenthalten in Namibia, Südafrika und Sambia habe ich nur einen minimalen Teil diesen riesigen Planteten kennen gelernt, nun fügt sich ein neues kleines Puzzleteil hinzu. Diesmal führt es mich in eine ganz andere Ecke, nach Tansania in Ost-Afrika. Namibia und Tansania liegen ungefähr so weit auseinander wie Portugal und Polen, ich freu mich also auf völlig neue Eindrücke und neue Seiten des vielseitigen Kontinents.

Durch das ASA-Programm und das GLEN-Netzwerk (Global Education Network of Young Europeans) habe ich die Möglichkeit bekommen für drei Monate in einer sonderpädagogischen Einrichtung in Morogoro mitzuarbeiten. MEHAYO ist ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung, das neben elementarer Schulbildung Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Viehhaltung und Gemüseanbau, Kunsthandwerk und Schreinerei anbietet. Soweit die Theorie, wie es in der Praxis dort aussieht werde ich bald berichten. Das Besondere am GLEN-Konzept ist, dass wir in einem kleinen europäischen Team ausreisen. Mit Stefan aus Österreich und Mojca aus Slowenien werde ich die Zeit in Tansania zusammen verbringen. Wir haben uns schon auf den Vorbereitungsseminaren kennen gelernt, zusammen Pläne geschmiedet und bilden ein wirklich buntes und lustiges Team.

Nun bleibt mir eigentlich nicht viel mehr als meinen Rucksack zu packen und voller Vorfreude, Neugier und Spannung am Montagabend in den Flieger zu steigen.